Neue Pumpe in einer Woche zerstört? Die ganze Wahrheit über Filter und „sauberes“ Hydrauliköl

Filtry hydrauliczne

Sie haben die Hydraulikpumpe durch eine neue ersetzt, das System mit frischem Öl direkt aus dem Fass befüllt, und die Maschine hat nach einer Woche Arbeit wieder keine Kraft mehr? Sie zerlegen den Verteiler, und die Schieber sind zerkratzt, als wären sie mit Schleifpapier bearbeitet worden. Wie ist das möglich, schließlich war das Öl "auf den ersten Blick" kristallklar?

Die Wahrheit ist brutal: Das menschliche Auge kann Partikel nicht erkennen, die präzise Komponenten der Leistungshydraulik am effektivsten zerstören. Die Experten von BRhydraulic nehmen heute Hydraulikfilter unter die Lupe. Erfahren Sie, warum "sauberes" Öl oft ein Mythos ist, woher der Schmutz in einem geschlossenen System kommt und warum das Sparen an Filterelementen der teuerste Fehler ist, den Sie machen können.

1. Der unsichtbare Mörder, oder die Magie der Mikrometer

Um zu verstehen, warum die Hydraulik so empfindlich ist, müssen wir uns die Zahlen ansehen. Das menschliche Auge kann Partikel von etwa 40 Mikrometern (µm) Größe erkennen. Die Spalte zwischen den arbeitenden Elementen in modernen Kolbenpumpen oder Proportionalventilen betragen jedoch oft nur 2 bis 5 µm!

Das bedeutet, dass ein Staubpartikel, ein Metallspan oder ein Sandkorn, das Sie überhaupt nicht sehen, zwischen die trocken arbeitenden Elemente gelangt wie ein Felsbrocken unter die Räder eines Zuges. Das Öl treibt diese Partikel unter hohem Druck mit enormer Geschwindigkeit an und verursacht den sogenannten Erosionsabrieb. Das Innere Ihrer Pumpe wird buchstäblich von innen sandgestrahlt.

2. Woher kommt der Schmutz in einem geschlossenen System?

Viele Bediener glauben, dass, wenn das System keine Leckagen hat, auch kein Schmutz eindringen kann. Das ist ein Fehler. Verunreinigungen in der Hydraulik werden in drei Gruppen unterteilt:

  • Eingebettete (anfängliche) Verunreinigungen: Rückstände aus der Produktion und Montage der Maschine oder nach deren Reparatur. Metallspäne vom Rohrschneiden, Reste von Teflonband und sogar Schmutz von ungeschützten Schläuchen, die in der Werkstatt auf dem Boden lagen.

  • Generierte (interne) Verunreinigungen: Das Ergebnis der natürlichen Abnutzung des Systems. Jede Bewegung eines Zylinders, jede Pumpenumdrehung erzeugt mikroskopische Metallspäne und Gummipartikel von Dichtungen, die im System zirkulieren.

  • Eindringende (externe) Verunreinigungen: Schmutz, der durch defekte Abstreifer an Zylindern, schmutzige Schnellkupplungen beim Umstecken von Landmaschinen und vor allem – durch die Entlüftung des Tanks (Einfüllstutzen) – eindringt, die staubige Luft aus der Umgebung ansaugt, wenn der Ölstand sinkt.

3. Anatomie des Schutzes: Wo montieren wir Filter?

Ein Filter ist oft zu wenig. Ein richtig konzipiertes Hydrauliksystem verwendet verschiedene Filter in verschiedenen Phasen des Ölkreislaufs:

  • Saugfilter: Im Tank, vor der Pumpe platziert. Sie haben relativ große Maschenweiten (z. B. 90-120 µm) und ihre Aufgabe ist es, die größten Verunreinigungen (z. B. eine Mutter, die in den Tank gefallen ist) abzufangen, damit sie die Pumpe nicht zerstören. Ein zu dichtes Saugfilter würde Kavitation verursachen.

  • Druckfilter: Direkt hinter der Pumpe, in der Hochdruckleitung montiert. Sie müssen einem enormen Druck standhalten (sogar 300 bar und mehr). Ihre Aufgabe ist es, feine Verunreinigungen abzufangen und die teuersten Ventile und Verteiler vor dem zu schützen, was eine verschleißende Pumpe erzeugt.

  • Rücklauffilter: Normalerweise oben am Tank montiert. Sie reinigen (z. B. mit einer Genauigkeit von 10 oder 25 µm) das gesamte Öl, das aus dem System zurückkommt, bevor es wieder in den Tank gelangt.

4. Der größte Fehler des Mechanikers – das Bypassventil

Was passiert, wenn Sie vergessen, den Filter zu wechseln und er vollständig verstopft ist? Der Systemhersteller steht vor der Wahl: Entweder reißt das Filtergehäuse und die Schläuche, oder das Öl hört auf zu fließen. Um dies zu verhindern, sind Filter mit einem Bypassventil ausgestattet.

Wenn der Druck vor dem verstopften Filter einen kritischen Wert erreicht, gibt die Feder im Inneren nach und das Ventil öffnet sich. Das Öl umgeht das Filterelement und fließt zusammen mit allen in den letzten Jahren angesammelten Verunreinigungen direkt in das System! Die Maschine arbeitet weiter, und Sie wissen nicht einmal, dass Ihre Hydraulik gerade von innen zermahlen wird.

Tipp von BRhydraulic: Verwenden Sie immer Filter mit einer Verschmutzungsanzeige (visueller Manometer oder elektrischer Sensor). Diese informieren Sie im Voraus, wann das Element zu viel Widerstand leistet und ausgetauscht werden muss, bevor sich das Bypassventil öffnet.

Zusammenfassung

Ein Filterelement kostet ein paar Dutzend, seltener ein paar hundert Euro. Eine neue Kolbenpumpe, ein Verteiler und das Spülen des gesamten Systems – Tausende. Das Sparen an Filtern und seltenere Ölwechsel sind eine scheinbare Ersparnis, die immer mit einem gewaltigen Ausfall im ungünstigsten Moment (z. B. mitten in der Ernte) endet.

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