Die Pumpe heult, die Maschine läuft träge, und die Berührung des Öltanks könnte zu Verbrennungen führen? Erhitzendes (oder gar kochendes) Hydrauliköl ist eines der gefährlichsten Warnzeichen im System.
Sobald die Öltemperatur einen sicheren Bereich von 60–70 °C überschreitet, sinkt die Viskosität des Öls drastisch. Es wird so dünnflüssig wie Wasser, schmiert die Pumpe nicht mehr ausreichend und die Dichtungen in den Zylindern verhärten und reißen. Dieses Phänomen tritt nie ohne Ursache auf – überschüssige Wärme entsteht stets durch Energie, die in Reibung statt in den Maschinenbetrieb umgewandelt wird .
Die Experten von BRhydraulic haben eine Liste der 5 häufigsten Gründe zusammengestellt, warum sich Ihr Hydrauliksystem in einen Ofen verwandelt.
1. „Flaschenhals“, d. h. zu kleiner Verteiler (Erstickung)
Dies ist der häufigste Fehler bei der Modernisierung von Maschinen und dem Bau von Eigenbauanlagen. Verwendet man eine leistungsstarke Pumpe (z. B. 100 l/min), leitet man das Öl aber durch einen kleinen Verteiler mit einer Fördermenge von 40 l/min (z. B. einen Standard-CETOP 03 oder einen kleinen Monoblock), entsteht ein massiver Engpass. Das Öl, das unter enormem Druck durch zu kleine Kanäle gepresst wird, erzeugt drastische hydrodynamische Reibung. Dies führt zu einem rapiden Temperaturanstieg.
👉 Lösung: Wählen Sie immer einen Verteiler, der der maximalen Förderleistung der Pumpe entspricht. Wechseln Sie zu einem größeren Verteiler. CETOP 05 Verteiler (80-120 l/min) oder größere Monoblöcke.
2. Der Querschnitt der Hydraulikschläuche ist zu klein.
Das Prinzip ähnelt dem eines Verteilers. Zu dünne Hydraulikschläuche zwingen das Öl zu extrem hohen Strömungsgeschwindigkeiten. Eine zu schnelle (turbulente) Strömung führt dazu, dass Ölmoleküle an den Schlauchwänden reiben, wodurch sich die Öltemperatur sofort erhöht.
👉 Lösung: Überprüfen Sie die empfohlenen Durchmesser. Die Saugleitung (vom Tank zur Pumpe) muss einen möglichst dicken Schlauch haben, um Kavitation (Ansaugen von Luftblasen) zu verhindern. Sparen Sie auch bei der Rücklaufleitung nicht am Querschnitt.
3. Öltank zu klein (Keine Kühlung)
Der Hydraulikbehälter ist nicht nur ein Behälter für Hydraulikflüssigkeit – er ist der Hauptwärmespeicher Ihres Systems . Das aus den Zylindern zurückfließende Öl muss im Behälter Zeit haben, sich zu verlangsamen, Wärme über die Stahlwände abzugeben und Luftblasen zu verdrängen. Ist der Behälter zu klein, zirkuliert das Öl ununterbrochen im System und erwärmt sich mit jedem Zyklus.
👉 Goldene Regel: Bei mobilen Systemen (Landwirtschaft, Bauwesen) sollte das Tankvolumen mindestens das 1- bis 1,5-Fache der Pumpenleistung (l/min) betragen. Bei stationären industriellen Stromversorgungen sollte es sogar das 2- bis 3-Fache betragen. Lässt sich das Tankvolumen nicht vergrößern, ist der Einbau eines Ölkühlers mit Lüfter erforderlich.
4. Überlaufventil (Sicherheitsventil) immer geöffnet
Das Überdruckventil schützt das System vor dem Bersten, indem es überschüssiges Öl in den Vorratsbehälter ablässt, sobald der Aktuator auf Widerstand stößt. Ist das Ventil jedoch beschädigt, durch Schmutz verstopft oder falsch eingestellt (z. B. auf einen niedrigeren Druck als für die Maschine erforderlich eingestellt), fließt permanent Hochdrucköl zurück in den Vorratsbehälter. Das Ablassen von Druck (z. B. 160 bar) direkt über den Ablasshahn bringt das System innerhalb weniger Minuten zum Kochen!
5. Verschleiß der Hydraulikpumpe (interne Leckagen)
Bei starkem Verschleiß einer Zahnrad- oder Kolbenpumpe entstehen Spalten. Anstatt das gesamte Öl in das System zu fördern, fließt ein Teil des Öls unter enormem Druck durch diese Spalten zurück zur Saugseite der Pumpe. Dieses ständige Reiben und Pressen desselben Öls durch die Spalten erzeugt enorme Hitze, und die Pumpe selbst wird extrem heiß.
👉 Lösung: Wenn die Pumpe den Druck nicht hält und Sie sich die Hände verbrennen, sollte sie nur ausgetauscht werden.
Zusammenfassung
Heißes Hydrauliköl ist der stille Killer Ihrer Maschine. Ignorieren Sie dieses Problem, werden Dichtungen und Verteiler zerstört, und die neue Pumpe kann festfressen. Analysieren Sie Ihr System Schritt für Schritt: Prüfen Sie Schlauchdurchmesser, Durchflusskapazität des Verteilers und Einstellungen des Überdruckventils.
Alle notwendigen Komponenten zur Modernisierung des Systems, einschließlich entsprechend dimensionierter Verteiler und Ventile , finden Sie im Angebot von BRhydraulic.