Die Maschine nimmt ihre Arbeit auf, das Öl fließt, aber das Förderband bewegt sich kaum, und die Kehrbürste stoppt beim geringsten Widerstand? Der erste Gedanke eines Mechanikers ist meistens: "Die Pumpe liefert keinen Druck, Zeit, eine neue zu kaufen!" Bevor Sie jedoch einen kostspieligen Austausch des Herzstücks des Systems vornehmen, sollten Sie sich dessen "Beine" ansehen, also den Hydraulikmotor.
Die Experten von BRhydraulic haben die beliebtesten Orbitalmotoren (Gerotormotoren) auf dem Markt unter die Lupe genommen. Erfahren Sie, wie Sie die Parameter richtig ablesen, Fehler bei der Auswahl vermeiden und warum ein "größerer Motor" nicht unbedingt eine bessere Maschinenleistung bedeutet.
1. Die Magie des Orbitalmotors (Warum ist er so beliebt?)
Orbitalmotoren (oft unter den Bezeichnungen BMR, BMP, SMS oder Danfoss zu finden) sind absolute Arbeitspferde in der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Industrie. Ihre Konstruktion basiert auf einem internen Zahnradsatz (dem sogenannten Gerotor). Das von der Pumpe gepumpte Öl versetzt das innere Zahnrad in Bewegung, das sich auf einzigartige Weise auf dem äußeren Zahnkranz "abrollt".
Was sind die Hauptvorteile dieser Lösung? Vor allem ein enormes Drehmoment bei relativ niedrigen Drehzahlen und sehr kompakten Abmessungen. Dies ist die ideale Wahl für den Antrieb von Winden, Bohrmaschinen, Wickelmaschinen, Streuern oder Bandvorschüben.
2. Verdrängung des Motors: Drehzahl ist reine Mathematik
Der wichtigste Parameter jedes Motors ist seine Verdrängung (Arbeitsvolumen), ausgedrückt in Kubikzentimetern pro Umdrehung (cm³/U). Dieser Parameter gibt an, wie viel Öl der Motor benötigt, damit seine Welle eine vollständige Umdrehung (360 Grad) ausführt.
Das Prinzip ist absolut: Die Drehzahl des Motors hängt vom Öldurchfluss der Pumpe (Liter pro Minute) und der Verdrängung des Motors selbst ab.
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Wenn Sie eine Pumpe mit konstanter Leistung haben (z.B. 40 l/min):
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Ein kleiner Motor mit einer Verdrängung von 50 cm³/U dreht sich sehr schnell (unter 800 U/min).
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Ein großer Motor mit einer Verdrängung von 400 cm³/U dreht sich bei gleicher Pumpenversorgung sehr langsam (nur ca. 100 U/min)!
3. Drehmoment: Woher kommt die Kraft?
Wenn die Drehzahl von Litern Öl abhängt, wovon hängt dann die Kraft ab, mit der der Motor die Welle dreht (d.h. das Drehmoment in Nm)? Die Antwort ist der Arbeitsdruck.
Je größer die Verdrängung des Motors (d.h. physikalisch größere Zahnräder im Inneren), desto größeres Drehmoment erzeugt er bei gleichem Druck. Eine größere Fläche, auf die das Öl drückt, führt zu einem stärkeren Hebel und einer größeren Kraft. Deshalb verwenden leistungsstarke Forstbohrmaschinen große Motoren, die sich langsam, aber mit gewaltiger, unnachgiebiger Kraft drehen.
4. Häufigste Fallstricke – wie man das System nicht beschädigt?
Kunden suchen oft nach dem "größten Motor" und gehen blind davon aus, dass dieser die besten Ergebnisse liefert. Sehen wir uns an, wie solche Experimente in der Praxis enden:
| Ihr Auswahlfehler | Auswirkung auf das Maschinensystem | Wie lässt sich dieses Problem lösen? |
| Zu große Verdrängung (z.B. 400 cm³/U statt 100) | Der Motor hat eine enorme Kraft, dreht sich aber dramatisch langsam. Die Maschine verliert an Effizienz, und die Arbeit "steht still". | Wählen Sie einen kleineren Motor (mit geringerer Verdrängung) oder montieren Sie eine wesentlich größere Pumpe, um den Durchfluss zu erhöhen. |
| Zu kleine Verdrängung (z.B. 50 cm³/U statt 200) | Der Motor dreht sich wie verrückt, stoppt aber unter der geringsten Last (kein Drehmoment). | Wählen Sie einen größeren Motor oder verwenden Sie ein mechanisches Getriebe (Untersetzungsgetriebe), um die Drehzahl in Kraft umzuwandeln. |
| Fehlen eines Überlastventils | Bei plötzlicher Blockierung der Maschine stoppt die Motorwelle. Der Druck steigt drastisch an und zerreißt die Dichtungen. | Verwenden Sie immer ein direkt an den Motoranschlüssen montiertes Wechselventil (Stoßventil). |
Die ideale Auswahl eines Hydraulikmotors ist immer ein Kompromiss zwischen der gewünschten Drehzahl und der benötigten Kraft. Bevor Sie ein neues Bauteil aus dem Katalog kaufen, überprüfen Sie sorgfältig die Parameter Ihrer Pumpe (wie viel Liter pro Minute sie liefert und welchen Nenndruck sie erzeugen kann).
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