Haben Sie Probleme mit schwergängigen Hebeln und ist die präzise Bedienung Ihrer Frontladerschaufel (Tura) kaum möglich? Dann ist es Zeit für ein Upgrade. Der Austausch Ihrer alten, umständlichen Bedienelemente gegen einen seilzugbetätigten Joystick ist eine Investition, die den Komfort und die Geschwindigkeit Ihrer Feldarbeit grundlegend verändern wird.
Der Anschluss eines solchen Systems mag kompliziert erscheinen, basiert aber tatsächlich auf wenigen einfachen, unumstößlichen Regeln. Ignoriert man jedoch eine davon (z. B. vergisst man die Druckhülse), kann der neue Verteiler beim ersten Einschalten der Pumpe beschädigt werden!
Die Experten von BRhydraulic haben eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Sie erstellt, damit Sie Ihren neuen Verteiler fehlerfrei und sicher anschließen können.
Schritt 1: Auswahl des passenden Monoblock-Verteilers
Zur Steuerung eines klassischen Laders (Rahmenhebung + Schaufelneigung) benötigen Sie ein 2-teiliges Steuerventil . Wenn Sie einen Ballengreifer oder eine Greifzange planen, wählen Sie ein 3-teiliges Steuerventil (dann steuert der Joystick zwei Abschnitte, und ein zusätzlicher Knopf daran steuert das Magnetventil oder den dritten Abschnitt über einen separaten Hebel).
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Öldurchfluss: Für kleinere Traktoren (z. B. Ursus C-330, C-360) ist ein Verteiler mit einem Durchfluss von 40 l/min ausreichend. Bei größeren Maschinen mit einer leistungsstärkeren Pumpe (über 50 l/min) sollte ein Verteiler mit 80 l/min gewählt werden, um ein Verstopfen des Systems und ein Überkochen des Öls zu vermeiden.
Schritt 2: Die Anschlüsse entschlüsseln (Wo werden die Schläuche angeschlossen?)
Jeder Monoblock-Verteiler hat auf dem Gusseisengehäuse eingeprägte Buchstaben. Dies ist Ihr wichtigstes Diagramm:
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Anschluss P (Stromversorgung/Pumpe): Hier schließen Sie den Zufuhrschlauch an, der das Öl direkt von der Hydraulikpumpe des Traktors liefert.
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Anschluss T (Rücklauf/Tank): Hier wird der Rücklaufschlauch angeschlossen. Von hier aus muss das Öl ungehindert und direkt zum Tank fließen können (ohne jeglichen Widerstand!).
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Anschlüsse A und B (Aktuatorausgänge): Dies sind die Buchsen, die sich oben auf dem Verteiler befinden.
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Abschnitt 1 (z. B. A1, B1) – hier schließen Sie die Schläuche von den Hubzylindern des Tura-Hauptrahmens an.
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Abschnitt 2 (z. B. A2, B2) – hier schließen Sie die Schläuche von den Kippzylindern der Schaufel/Gabel an.
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Schritt 3: Druckhülse (N) – Ein Fehler, der Verteiler zerstört!
Dies ist der mit Abstand wichtigste Punkt in diesem Handbuch. Bei den meisten Traktoren ist der neue Tur-Verteiler in Reihe geschaltet (das heißt, das Öl fließt zuerst von der Pumpe zum Tur-Verteiler und erst dann zur ursprünglichen Hydraulik des Traktors am Heck).
Wenn Sie dies tun, müssen Sie die Druckhülse (Druckweiterleitung) in den mit dem Buchstaben N gekennzeichneten speziellen Anschluss am Verteiler einschrauben .
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Hülse N leitet das unter Druck stehende Öl weiter (zum hinteren Gestänge).
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Port T entleert das "übrig gebliebene" Betriebsöl sicher in den Tank.
Was passiert, wenn man die Hinterachslenkung über einen Standard-T-Anschluss (ohne N-Hülse) versorgt? Der T-Anschluss ist nur für niedrigen Druck ausgelegt. Verwendet man ihn zur Versorgung der Hinterachslenkung, entstehen Drücke von ca. 160 bar. Die Folge? Der Verteiler dehnt sich aus und sein Gusseisengehäuse reißt sofort – ein Schaden, der nicht von der Garantie abgedeckt ist!
Schritt 4: Joystick und Kabel anschließen
Der Joystick-Mechanismus ermöglicht die gleichzeitige Steuerung zweier Teile des Verteilers (z. B. gleichzeitiges Anheben des Rahmens und Schließen der Schaufel), wofür man mit Hebeln zwei Hände benötigen würde.
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Bowdenkabel: Wählen Sie die passende Länge (üblicherweise 1,5 m bis 2,5 m), um die Kabel ohne scharfe Biegungen von der Fahrerkabine zum Verteiler am Kotflügel oder Rahmen zu verlegen.
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Auf der einen Seite schraubt man die Enden der Kabel in die Joystick-Basis in der Kabine.
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Andererseits werden die speziellen Kappen direkt auf die Verteilerschieber aufgesteckt. Achten Sie darauf, dass die Kabel straff sitzen, die Schieber aber frei in ihre Neutralstellung zurückkehren können.
Zusammenfassung
Die Umstellung auf Joystick-Steuerung ist die beste Entscheidung für jeden Frontladerfahrer. Achten Sie dabei unbedingt auf die korrekte Verlegung der Stromversorgung (P), des Rücklaufs (T) und – falls Sie die Ventile in Reihe schalten – auf die Verwendung einer Druckhülse (N).

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