Neue Pumpe schon wieder blockiert? Wie man Hydraulikfilter auswählt und das System vor dem Festfressen bewahrt

Nowa pompa znowu zablokowana? Jak dobrać filtry hydrauliczne i uratować układ przed zatarciem

Die Pumpe wurde ausgetauscht, ein neues Wegeventil wurde eingebaut, das System wurde mit frischem Öl befüllt. Die Maschine geht wieder in Betrieb, verliert aber nach einer Woche Arbeit erneut an Leistung und aus der Nähe der Pumpe ist ein ominöses Geräusch zu hören? In 8 von 10 solcher Fälle gibt es nur einen Übeltäter – Schmutz, der von den "Nieren" des Systems, den Hydraulikfiltern, nicht erfasst wurde.

Eine Pumpenwartung ohne Filterwechsel und Systemspülung ist wie Duschen in schmutziger Kleidung. Die Experten von BRhydraulic haben einen Leitfaden erstellt, mit dem Sie Ihr Wissen über Filtration ein für alle Mal ordnen, die richtigen Mikrometer auswählen und aufhören, Geld zum Fenster hinauszuwerfen.

1. Die heilige Dreifaltigkeit der Filtration – welcher Filter macht was?

In modernen Hydrauliksystemen findet man selten nur einen Filter. Je nachdem, wie wertvoll und empfindlich die Hydraulik in Ihrer Maschine ist, werden verschiedene Verteidigungslinien eingesetzt. Sehen Sie, was sie unterscheidet:

Filtertyp Einbauort Hauptaufgabe und Genauigkeit
Saugfilter Im Tank, direkt am Saugrohr zur Pumpe. Fängt die größten "Trümmer" (Dichtungsteile, große Späne) ab, um ein Zerreißen der Pumpe zu verhindern. Meistens handelt es sich um ein grobes Metallgitter (60-90 µm). Ein zu dichter Saugfilter führt zu Kavitation!
Druckfilter Hinter der Pumpe und vor den teuersten Komponenten (z. B. Proportionalwegeventilen). Schützt die empfindlichsten Komponenten vor Verunreinigungen, die von der Pumpe selbst erzeugt werden. Muss enormem Druck standhalten (bis zu 300 bar). Sehr genau (10-25 µm).
Rücklauffilter Am Ende des Systems, in der Rücklaufleitung, kurz bevor das Öl in den Tank gelangt. Der "Reiniger" des Systems. Fängt Späne von verschleißenden Zylindern und Motoren ab, bevor das Öl in den Tank zurückkehrt. Die Standardgenauigkeit beträgt 10-25 µm.

2. Die Magie der Mikrometer (µm), oder wie viel ist "sauber"?

Viele Kunden suchen einfach nur einen "Baggerfilter", ohne auf die Genauigkeit des Einsatzes zu achten. Dieser Parameter wird in Mikrometern (Mikronen) angegeben. Um sich die Größenordnung vorzustellen: Ein menschliches Haar hat eine Dicke von etwa 70 µm. Am gefährlichsten für Ventile und Pumpen sind Partikel, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind – solche mit einer Größe von 5 bis 15 µm!

  • Zu genauer Filter (z. B. 1 µm in einem normalen Traktor): Er wird blitzschnell verstopfen und durch den enormen Widerstand den Ölstrom verlangsamen und seine Temperatur erhöhen.

  • Zu grober Filter (z. B. 90 µm im Rücklauf): Er lässt feinen Metallstaub durch, der wie das schärfste Schleifpapier auf die Zylinderflächen wirkt.

  • Der goldene Mittelweg: In der Standard-Fluidtechnik (Land- und Baumaschinen) werden für Rücklauffilter am häufigsten Einsätze aus Glasmikrofaser oder Zellulose mit einer Genauigkeit von 10 µm oder 25 µm verwendet.

3. Der lautlose Killer – wozu dient das Bypassventil?

"Ich wechsle den Filter nicht, weil das Öl ja die ganze Zeit fließt und die Maschine funktioniert" – das ist der größte Mythos in den Werkstätten! Die Gehäuse von Rücklauf- und Druckfiltern haben ein eingebautes Bypassventil.

Wenn der Filterelement mit Schmutz verklebt ist, steigt der Druck davor drastisch an. Um ein Zerreißen des Filtergehäuses zu verhindern, öffnet sich das Bypassventil. Die Folge? Das Öl umgeht den Filter und fließt seitlich vorbei, dabei transportiert es den gesamten gesammelten Schmutz und die Späne direkt zu Ihrem Wegeventil. Die Maschine arbeitet weiter, aber in Wirklichkeit zerstört sie dabei minütlich ihre wichtigsten Komponenten.

BRhydraulic-Tipp: Wählen Sie immer Filter mit einer Verschmutzungsanzeige (visuelles Manometer oder elektrischer Sensor). So wissen Sie genau, wann der Filterelement ausgetauscht werden muss, bevor das Bypassventil öffnet.

4. Goldene Regeln für den Filterwechsel

  1. Immer nach einer Störung: Wenn Sie ein festsitzendes Lager, eine beschädigte Pumpe oder einen gerissenen Zylinder ausgetauscht haben – der alte Filterelement gehört unbedingt in den Müll. Andernfalls zerstören die Späne der alten Pumpe die neue.

  2. Zeitplan: In intensiv genutzten Maschinen sollte der Rücklauffilter mindestens einmal im Jahr oder alle 500-1000 Betriebsstunden gewechselt werden (gemäß der Betriebsanleitung der Maschine).

  3. Entlüften: Nach dem Austausch des Einsatzes nicht vergessen, das System zu entlüften, insbesondere wenn Sie die Filter in der Saugleitung ausgetauscht haben!

Zusammenfassung

Ein Filterelement kostet einen Bruchteil dessen, was eine neue Zahnradpumpe oder ein fortschrittliches Schieberventil kostet. Der regelmäßige Austausch von Filterelementen ist die günstigste und effektivste Versicherung für Ihre Maschine.

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