Sie heben eine volle Schaufel an, lassen den Hebel los und der Maschinenarm beginnt langsam, aber spürbar unter seinem eigenen Gewicht abzusinken? Oder tritt aus dem Bereich des Kolbenstangenaustritts ständig Öl aus, verschmutzt die gesamte Maschine und verursacht gefährliche Pfützen auf der Baustelle? Dies sind einige der frustrierendsten Defekte in der Hydraulik. Die Experten von BRhydraulic erklären, warum Hydraulikzylinder undicht werden, wie man eine interne von einer externen Leckage unterscheidet und warum der bloße Austausch von Dichtungen manchmal Geldverschwendung ist.
1. Interne Leckage: Warum "verliert" die Maschine ihre Last?
Wenn der Arm eines Baggers oder Frontladers absinkt, aber außerhalb des Zylinders kein Tropfen Öl zu sehen ist, haben Sie es mit einer internen Leckage zu tun. Der Übeltäter sind in diesem Fall verschlissene Kolbendichtungen (das Bauteil, das tief im Inneren des Zylinderrohrs arbeitet).
Bei einem intakten Zylinder hebt das unter den Kolben gepumpte Öl diesen an und wird dort durch ein Ventil oder einen Steuerblock dicht gehalten. Wenn die Kolbendichtungen verschlissen sind, drückt das Öl unter der Last des Gewichts langsam aus der kolbenseitigen Kammer in die stangenseitige Kammer. Infolgedessen fährt der Zylinder von selbst ein und die Maschine verliert ihre Arbeitsposition.
(Hinweis: Das Absinken des Arms kann auch durch ein verschlissenes Hydraulikschloss oder einen verkratzten Schieber im Steuerblock verursacht werden, was wir in früheren Artikeln beschrieben haben. Dies sollte vor dem Ausbau des Zylinders diagnostiziert werden).
2. Externe Leckage und "weinender" Zylinder
Ein völlig anderer Defekt liegt vor, wenn Öl nach außen austritt, an der Stelle, wo die glänzende Kolbenstange aus dem Zylinder kommt. Für die Dichtheit an dieser Stelle sind die Stangendichtungen (einschließlich Abstreifringen und Dichtungen) verantwortlich. Ihre Aufgabe ist es, das Öl bei enormem Druck im Inneren zu halten und, was ebenso wichtig ist, Schmutz von außen nicht nach innen gelangen zu lassen.
Ihr natürlicher Verschleiß ist eine Sache, aber plötzliche und intensive Leckagen am Zylinderkopf sind selten Zufall. Meistens resultieren sie aus einer physischen Beschädigung der Kolbenstange selbst.
3. Dichtungskiller: Kratzer, Stöße und eingetrockneter Schlamm
Eine perfekt glatte, verchromte Oberfläche der Kolbenstange ist die Grundvoraussetzung für die Dichtheit. Jeder Kratzer, jeder Chromabplatzer oder jede Delle durch einen Schlag mit einem Stein oder einem Bauteil der Maschine wirkt wie eine scharfe Klinge.
Wenn eine solche zerkratzte Kolbenstange in den Zylinder einfährt, schneidet sie buchstäblich die Dichtlippe der Gummidichtung ab. Ein weiterer Feind sind eingetrocknete Betonreste, Eis oder verhärteter Schlamm. Wenn der äußere Abstreifring alt und spröde ist, gelangt harter Schmutz in den Zylinderkopf und zerstört die Hauptdruckdichtung in wenigen Arbeitszyklen.
4. Regeneration oder neuer Zylinder?
Viele Bediener versuchen, einen undichten Zylinder zu retten, indem sie ein billiges Reparaturset (Dichtungssatz) kaufen und es in der Garage austauschen. Das ist eine großartige Lösung, aber nur unter einer Bedingung: Kolbenstange und Zylinderlauffläche müssen in perfektem Zustand sein.
Wenn Sie neue Dichtungen auf eine zerkratzte oder verbogene Kolbenstange aufsetzen, wird der Zylinder nach wenigen Tagen oder sogar Stunden Arbeit wieder lecken. Eine verbogene Kolbenstange reibt zudem den Zylinderkopf einseitig ab, was letztendlich den gesamten Zylinder zerstört. In solchen Fällen ist der Austausch des gesamten Bauteils die einzig wirtschaftliche Lösung.
Die Sauberkeit ausgefahrener Kolbenstangen zu pflegen und mechanische Beschädigungen zu vermeiden, ist die beste Versicherung für Ihre Maschine. Sollte Ihr Zylinder jedoch irreparabel beschädigt sein, finden Sie im Shop BRhydraulic.eu robuste Zylinder in verschiedenen Durchmessern (einschließlich leistungsstarker Modelle mit 140 mm Kolben), die den härtesten Bedingungen standhalten.