Der Bediener drückt einen Knopf, aber der Maschinenantrieb reagiert nicht. Bevor Sie teure Verteiler zerlegen und nach Lecks im Hydrauliksystem suchen, sollten Sie mit den Grundlagen beginnen. Sehr oft ist die Ursache für den Stillstand nicht die Mechanik, sondern eine durchgebrannte Magnetspule .
Wie können Sie sicher sein, dass die Spule defekt ist und nicht etwa das Stromkabel oder der Ventilschieber selbst? In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie mit einem Standard-Multimeter in nur 3 Minuten eine fehlerfreie Diagnose durchführen.
Schritt 1: Vorbereitung der Messung
Vor dem Testen sicherstellen, dass die Stromzufuhr zum Gerät (bzw. Stromkreis) vollständig unterbrochen ist. Die Spule darf nicht unter Spannung gemessen werden!
-
Entfernen Sie den elektrischen Stecker (z. B. den gängigen DIN 43650-Stecker) von der Zündspule.
-
Sie werden an der Spule hervorstehende Stifte sehen (in der Regel drei: zwei Stromversorgungsstifte und einen Erdungsstift, der mit dem Symbol PE gekennzeichnet ist).
Schritt 2: Widerstandsmessung
Zur Diagnose verwenden wir die Widerstandsmessfunktion des Multimeters (Ohmmeter).
-
Stellen Sie das Multimeter auf Widerstandsmessung ( Ohm -Symbol) ein. Falls das Messgerät keine automatische Bereichswahl hat, stellen Sie einen Messbereich bis beispielsweise 200 Ohm oder 2 kOhm ein.
-
Berühren Sie mit den beiden Messspitzen des Multimeters (rot und schwarz) die beiden Hauptspulen-Stromanschlüsse (den Masseanschluss ignorieren). Die Reihenfolge der Messspitzen ist unerheblich.
Schritt 3: Interpretation der Ergebnisse
Schauen Sie sich nun das Display an. Es zeigt Ihnen alle Informationen zum technischen Zustand der Komponente an:
-
Ein Wert zwischen einem Dutzend und mehreren Dutzend Ohm (z. B. 30 Ohm): Die Spule ist elektrisch funktionsfähig! Der interne Draht ist intakt. Der Ventilausfall wird wahrscheinlich durch einen klemmenden Schieber (Verschmutzung im Öl) oder eine fehlende Spannung am Netzstecker verursacht.
-
Eine „1“ auf der linken Seite des Bildschirms oder „OL“ (Open Loop/Infinity) bedeutet: Die Diagnose ist einfach – der Kupferdraht in der Spule ist durchgebrannt (gebrochen). Die Spule ist defekt und erzeugt kein Magnetfeld mehr. Sie muss ersetzt werden.
-
Ein Messwert nahe Null (z. B. 0,5 Ohm): Es ist ein Windungsschluss aufgetreten. Die Drahtisolierung im Inneren ist geschmolzen. Die Spule muss entsorgt werden (Hinweis: Das Anlegen von Spannung an eine solche Spule führt in der Regel sofort zum Durchbrennen der Sicherung im Gerät).
⚠️ Die goldene Regel des Experten (Warum brennen Heizspulen durch?)
Sie haben eine durchgebrannte Heizspirale festgestellt und eine neue gekauft. Bevor Sie diese einbauen, denken Sie an die wichtigste Regel der Installateure:
Schließen Sie niemals Strom an eine Zündspule an, die vom Ventilschaft entfernt wurde!
Eine Spule ohne Stahlkern verliert ihre Induktivität. Legt man an sie Spannung an (insbesondere 230 V Wechselstrom), während sie trocken ist, fließt ein enormer Einschaltstrom. Die Spule wird glühend heiß und brennt innerhalb weniger Sekunden durch. Schieben Sie die Spule daher immer zuerst auf das Ventil, ziehen Sie die Mutter fest und schließen Sie erst dann den Stecker an.

Zusammenfassung
Die Zündspule mit einem Multimeter zu prüfen, ist der schnellste Weg, Zeit und Geld zu sparen. Sollte die Prüfung einen offenen Stromkreis ergeben, muss nicht der gesamte Zündverteiler ausgetauscht werden.
Kaufen Sie einfach die Zündspule. Sehen Sie sich unser Sortiment an Ersatzteilen für NG6 , NG10 und andere Standards an: Elektromagnetische Spulen bei BRhydraulic Denken Sie daran, die passende Spannung (12 V, 24 V oder 230 V) auszuwählen!